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Düsseldorf, 25.05.2004

Kernenergie notwendig für nachhaltige Energieversorgung in Europa

benachteiligt deutsche Industrie auf dem Weltmarkt

Dr. Ralf Güldner, Vorsitzender der Kerntechnischen Gesellschaft, hat anlässlich der Jahrestagung Kerntechnik 2004 in Düsseldorf seine Forderung an die Bundesregierung nach einer Einbeziehung der Kernenergie in zukünftige Energiekonzepte erneuert. „Die ausstiegsorientierte Wende in der deutschen Energiepolitik sieht sich mehr und mehr Widerständen im Inland sowie einem Aufschwung der Kernenergie im Ausland gegenüber. Paradoxerweise greifen moderne Industrienationen zur Lösung ihrer klima- und wirtschaftspolitischen Aufgaben auf deutsche Hochtechnologie zurück, die hierzulande politisch diskriminiert wird“, spielte Güldner auf den Neubau des Europäischen Druckwasserreaktors EPR in Finnland an. Die deutsche Bundesregierung betrachte hingegen „… die Energieversorgung weniger in ihrer Funktion für Wirtschaft und Arbeitsplätze, sondern vorrangig unter dem Aspekt der ökologischen Entwicklung. Sie ignoriert grenzüberschreitende Zusammenhänge und gefährdet damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie“, so Güldner.

Der internationale Ausbau der Kernenergienutzung erstrecke sich neben Asien und den USA nun auch wieder zunehmend auf Europa. Es zeige sich, dass die führenden europäischen Industrienationen weiterhin auf die Kernkraft als kostengünstige, klimaschonende und preisstabile Stromerzeugungsform setzten. Auch in fünf der zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten spiele Kernenergie eine tragende Rolle, was ihr zukünftig auf EU-Ebene noch mehr Rückhalt verschaffen werde.

Der geplante Ausstieg aus der Kernenergie verteuert die Energieversorgung in Deutschland und nimmt der Politik die Handlungsfähigkeit in Sachen Klimaschutz. Allein die 18 laufenden Kernkraftwerke in Deutschland ersparen der Umwelt mit jährlich über 160 Mio. Tonne CO2 rund ein Zehnfaches von dem, was die Regierung zwischen 2008 und 2012 als Einsparung plant. Vor diesem Hintergrund sei es auch für Deutschland wieder höchste Zeit, in eine substanzielle energiepolitische Diskussion einzutreten, wie sie sich in anderen europäischen Industrienationen bereits abgespielt habe oder momentan vollziehe, forderte Güldner mit Blick auf Finnland, Frankreich, Schweden und die Schweiz.


Ansprechpartner: Dr.-Ing. Horst-Michael Prasser, Tel.: 0351 2602060


Pressemitteilung als PDF-Datei (PDF-Datei ca. 49 kB)



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