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Nürnberg, 10.05.2005

Kernenergie wieder im Blickpunkt

Im Zeichen eines weltweit wachsenden Interesses an der Kernenergie wurde heute Vormittag in Nürnberg die Jahrestagung Kerntechnik 2005 eröffnet. Der Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft e. V. (KTG), Dr. Ralf Güldner, stellte zu Beginn der Tagung fest: „Hohe Preise für konventionelle Brennstoffe, die Diskussion um die langfristige Versorgungssicherheit, der steigende Energiebedarf und vor allem die Suche nach effizienten Wegen zur Klimavorsorge haben die Kernenergie so intensiv und so positiv wie seit Jahren nicht mehr ins Gespräch gebracht.“

Auch in Deutschland ist ein zunehmend sachlicher Umgang mit der Kernenergie zu spüren. Unterstützt durch die zuverlässige, kostengünstige und klimafreundliche Stromproduktion in den deutschen Kernkraftwerken wird die Umsetzbarkeit des von der Bundesregierung gewünschten Ausstieges aus der Kernenergie immer häufiger von der Industrie, Teilen der Politik und der Gewerkschaften, aber auch innerhalb der Bevölkerung, in Frage gestellt. Nach einer Umfrage des Allensbach-Instituts vom Herbst 2004 sind mittlerweile 52% der Bevölkerung der Ansicht, dass die Bedeutung der Kernenergie in Deutschland in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren gleich bleiben bzw. zunehmen wird. Im Jahr 2001 sind bei derselben Fragestellung nur 37% dieser Auffassung gewesen.

Güldner stellte klar, dass die zügige Realisierung der Endlagerung radioaktiver Abfälle die Akzeptanz der Kernenergie noch verstärken würde. „Hier sind wir mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Salzstock Gorleben und dem bereits genehmigten Endlager Konrad bereits sehr nah am Ziel.“, betonte Güldner. Er forderte daher einen raschen und ergebnisoffenen Abschluss der Erkundung des Salzstockes Gorleben.

Der Kongress, an dem über 1.000 Fachleute aus aller Welt teilnehmen, wird gemeinsam vom Deutschen Atomforum e. V. (DAtF) und der KTG veranstaltet.



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