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Karlsruhe, 22.05.2007

Kein Forschungs- und "Denkverbot" für die Kernenergie

Verleihung des Karl-Wirtz-Preises an Dr. Hans-Georg Willschütz

Der Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG), Dr. Peter Fritz, betonte anlässlich der Jahrestagung Kerntechnik: „Das mit der Kernenergieverständigung vom 14. Juni 2000 seitens der Politik verhängte Forschungsverbot für Reaktorneuentwicklungen ist für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland schädlich.“ Die KTG fordert daher, erheblich mehr Mittel für die nukleare Energieforschung bereitzustellen. Die Kernenergieverständigung darf nicht bedeuten, dass Deutschland auf die Sicherheitskonzepte von neuen Anlagen, die in unseren Nachbarländern gebaut werden, keinen Einfluss mehr nehmen sollte.

Die Jahrestagung Kerntechnik hat die auf dem Gebiet der Kerntechnik tätigen deutschen Experten mit internationalen Gästen zusammen geführt und auch in diesem Jahr deutlich gemacht, dass der deutsche Sonderweg dem weltweiten Trend zur Nutzung der Kernenergie widerspricht. Bezüglich eines deshalb auch in der deutschen Forschung inzwischen drohenden Fadenrisses erklärt Fritz: „Das deutsche Know-how auf dem Gebiet der kerntechnischen Forschung darf nicht verloren gehen. Das gilt für die Erforschung neuer Reaktorkonzepte der Generation IV, an dem Deutschland sich endlich direkt beteiligen sollte, ebenso wie für die Intensivierung der Endlagerforschung.“ Nur so können wir uns weiterhin unser Mitspracherecht in der internationalen Forschungsgemeinschaft sichern.

Die KTG hat in diesem Jahr den Karl-Wirtz-Preis an den Dresdner Forscher Herrn Dr. Hans-Georg Willschütz vergeben. Sie honoriert damit alle drei Jahre eine herausragende wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der kerntechnischen Forschung.



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