Berlin,
06.11.2007
KTG fordert „sachgerechte Debatte“ der Regierung über die Kernenergie
30. KTG-Ehrenmitgliedschaft an Professor Dr. Manfred Popp verliehen
Anlässlich der diesjährigen Verleihung der KTG-Ehrenmitgliedschaft erklärte der Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft, Dr. Peter Fritz:
„Die Bundesregierung hat sich im Jahr 2007 nicht um die Kernenergie verdient gemacht. Weder spielte dieses Thema auf dem dritten Energiegipfel der Bundesregierung eine Rolle, noch gaben die zuständigen Minister Glos und Gabriel zu erkennen, dass sie eine sachliche Auseinandersetzung darüber suchen wollen.“
Die Bundesregierung könne sich nicht international als oberster Klimaschützer verkaufen und dabei die Kernenergie und ihren Stellenwert für Versorgungssicherheit und Klimaschutz ignorieren, so Fritz. Stattdessen müsse die Politik endlich wieder mit Fakten statt mit Stimmungen argumentieren. Die Bundestagswahl 2009 und der damit demnächst beginnende Wahlkampf ist ein geeigneter Anlass, die Kernenergie auf die Agenda zu holen. „Wenn jedoch jenseits des Wahlkampfes keine sachgerechte Debatte über eine weitere Nutzung der Kernenergie stattfindet, koppelt sich Deutschland endgültig von der internationalen Diskussion um einen nachhaltigen Energiemix ab“, mahnte Dr. Fritz.
Die Kerntechnische Gesellschaft hat am 6. November 2007 die 30. Ehrenmitgliedschaft an Herrn Professor Dr. Manfred Popp verliehen. Mit Professor Dr. Manfred Popp wird in diesem Jahr eine Persönlichkeit geehrt, die sich in herausragender Weise um die Kernenergie in Deutschland verdient gemacht hat. Das Engagement von Professor Popp für die Kernenergie zeigt sich in seinem Berufsleben, in dem er sich mit beeindruckender Fachkenntnis und politischem Geschick, Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen für diese Hochtechnologie eingesetzt hat. Die KTG dankt Herrn Professor Popp herzlich für die Annahme der Ehrenmitgliedschaft.
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