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Dresden,
11.05.2009
Kernenergie ist wieder salonfähig – außer in Deutschland
Dr. Helmut Bläsig neuer Vorsitzender der Kerntechnischen Gesellschaft
„Wir sollten die Kernenergienutzung als das anerkennen, was sie ist: eine der sichersten, umweltfreundlichsten und wirtschaftlichsten Arten, das menschliche Grundbedürfnis nach ausreichender, bezahlbarer elektrischer Energie bereitzustellen, und zwar unabhängig von Tages- und Jahreszeit sowie Witterung“, forderte Dr. Helmut Bläsig in Dresden zu seinem Antritt als neuer Vorsitzender der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG). Der Technische Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen hat den Vorsitz von Dr. Peter Fritz übernommen, der die KTG seit Mai 2006 mit großem Engagement und Erfolg geleitet hatte.
„Fast ganz Europa macht es uns eindrucksvoll vor: Die Kernenergie ist wieder salonfähig. Neue Anlagen werden projektiert, geplant und gebaut“, betonte Bläsig und verwies darauf, dass selbst in ehemals ausstiegsorientierten Ländern die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen Wiedereinstieg in die friedliche Nutzung der Kernenergie geschaffen werden. Auch wenn das hierzulande ganz anders aussehe, würden die Kerntechniker verantwortungsvoll, sicher und zuverlässig dafür sorgen, dass die deutschen Kraftwerksanlagen durch laufende Modernisierungen auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Helmut Bläsig, geboren 1951, studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Hannover, wo er auf dem Gebiet der Hochspannungstechnik promovierte. Beginnend mit einer Ausbildung als Schichtleiter im Kernkraftwerk Biblis arbeitete er unter anderem in den Anlagen Mülheim-Kärlich und Gundremmingen sowie in der RWE-Zentrale in Essen. Darüber hinaus war er an der Entwicklung neuer Reaktoren mit verschiedenen Herstellern beteiligt. Seit 2005 ist er Technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen.
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