Chronik der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG) e.V.
14.04.1969 Gründungsversammlung der Kerntechnischen Gesellschaft in Frankfurt/Main. Das seit 1959 bestehende Deutsche Atomforum (DAtF) war die Keimzelle dieser neuen wissenschaftlichen Organisation. Das DAtF unterstützte die Initiative zur Vertretung der Interessen einzelner Wissenschaftler, um die "Förderung der friedlichen Nutzung der Kernenergie" hinaus, den Mitgliedern weitere, von der Wirtschaft und Politik unabhängige Wege zu eröffnen. Die Bezeichnung lautete darum: Kerntechnische Gesellschaft im Deutschen Atomforum e. V. Bei der Gründungsversammlung wurden 163 Mitglieder registriert. Zum Vorstand wurden gewählt: Prof. Dr. Wolf Häfele (Vorsitzender), Dr. Wilfried Rausch (stellv. Vorsitzender), Dr. Werner Ellerkmann (Schatzmeister).
 Prof. Dr. Wolf Häfele, Vorsitzender der KTG 1969-1973
Seit 1969 Das Deutsche Atomforum e. V. und die Kerntechnische Gesellschaft veranstalten die größte europäische - im jährlichen Rhythmus stattfindende - Kernenergie-Tagung.
16.04.1970 Vertrag zwischen Handelsblatt und Kerntechnischen Gesellschaft: Das offizielle Fachblatt der Gesellschaft "atomwirtschaft-atomtechnik" wird monatlich jedem Mitglied der Kerntechnischen Gesellschaft zugestellt.
Seit 1970 Bildung von Fachgruppen für bestimmte Problemkreise wie z. B. Reaktorsicherheit, Reaktorphysik, Brennelemente und die Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Bildung von Ortssektionen zur Intensivierung der Informationskreisläufe innerhalb der Kerntechnischen Gesellschaft. 1971 gibt es die Ortssektionen: "Rheinland", "Karlsruhe-Mannheim-Stuttgart", "Rhein-Main".
 Prof. Dr. Karl-Heinz Beckurts, Vorsitzender der KTG 1973-1976
20.04.1975 Die Gründung der europäischen Nukleargesellschaft "European Nuclear Society" (ENS) durch 9 Nationen, gelang vor allem durch aktive Mitarbeit von Prof. Dr. Häfele und Prof. Dr. Beckurts als Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft.
08.11.1978 In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erhielt die Gesellschaft den neuen Namen: "Kerntechnische Gesellschaft e. V." (KTG).
 Blick in den Plenarsaal der Reaktor Tagung 1978
27.06.1979 Zusammenarbeitsvertrag zwischen dem Deutschen Atomforum e. V. und der Kerntechnischen Gesellschaft e. V. Dieser beinhaltet gegenseitige beitragsfreie Mitgliedschaft und die Entsendung von Vertretern in verschiedene Gremien.
25.02.1986 Unterzeichnung eines Zusammenarbeitsvertrages zwischen der Chinese Nuclear Society (CNS) und der KTG in Peking.
Mai 1986 Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Die KTG bittet in einer großen Anzeigenkampagne die deutsche Bevölkerung um Vertrauen in die Arbeit der deutschen Kerntechniker – mit sehr guter Resonanz.
09.05.1986 Gründung des Kammerorchesters der Kerntechniker Deutschlands: "Camerata Nucleare".
19.04.1990 Gründungsversammlung der Kerntechnischen Gesellschaft e. V. der DDR in Dresden. Vorsitzender war Prof. Dr. Günter Flach.
29.11.1990 Angesichts der Einheit Deutschlands am 3.10.1990 erfolgte nun der Zusammenschluss der beiden Kerntechnischen Gesellschaften. Dr. Walter Weinländer und Prof. Dr. Günter Flach unterzeichneten in Rheinsberg die Vereinbarung. Mit ca. 2500 Mitglieder wurde damit die KTG die zweitgrößte wissenschaftlich-technische Gesellschaft auf ihrem Fachgebiet in Europa.
 Dr. Walter Weinländer, Vorsitzender der KTG 1989 bis 1993
15.11.1991 Die erste der jährlichen Nachwuchstagungen mit Themen des gesellschaftspolitischen Umfeldes führt zur Gründung einer eigenständigen Gruppe der Studenten und Jungingenieure. Programm der "Jungen Generation" sind intensive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, nationale und internationale berufliche Netzwerke.
1997 Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Veränderungen erfordern für die Zukunft größte Anstrengungen der KTG, um ihren Mitgliederstand zu erhalten und ihrem herausragenden internationalen Ruf weiterhin gerecht zu werden. Mit dem Konzept "Strategie 2000+" wird dieses Ziel in Angriff genommen.
 Dr. Astrid Gisbertz und Klaus Theising, Junge Generation
2002 Der Rückgang des wissenschaftlichen Bildungsangebotes und des Nachwuchses im kerntechnischen Bereich führte zur Gründung der Arbeitsgruppe „Kompetenzerhalt“.
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