Vortrag: Stand der weltweiten Entwicklung der Kernenergie

Aus aktuellem Anlass wurde die Veranstaltung abgesagt. Ein neuer Termin wird noch bekannt gegeben.


von Dr. Ludger Mohrbach
am Donnerstag, den 19. März 2020 um 17:30 Uhr,
PreussenElektra GmbH, Tresckowstraße 5, Hannover

Die einzige heute verfügbare Option zur Lösung des weltweiten Energieversorgungsproblems zu bisher gewohnten Kosten, bei vergleichsweise geringen CO2-Emissionen und einer gesicherten Energieversorgung ist neben der nur regional weiter ausbaubaren Großwasserkraft die Kernspaltungsenergie, die technologisch derzeit weltweit von 31 Ländern genutzt wird, bei fünf weiteren Newcomern durch Neubau erschlossen wird und in vier weiteren in der Planung ist.

Die Kernbrennstoffe Uran und Thorium sind für viele Jahrhunderte ausreichend vorhanden und bei Nutzung in fortgeschrittenen Reaktoren für viele Tausend Jahre. Die Entsorgung in tiefen geologischen Erdschichten war und ist aufgrund der exorbitant kleinen und damit von Beginn an zurückgehaltenen Rückstandsmassen technisch und wirtschaftlich realisierbar.

Historisch und ganzheitlich betrachtet ist die Kernenergie ein sehr sicherer Energieträger. Bezogen auf die MWh erzeugte Energie, gibt es keine Stromerzeugungsart, bei der weniger Menschen zu Schaden kommen.

Gleichwohl ist das weltweit einzige Land, das heute einen echten Ausstieg betreibt, Deutschland. So hat z. B. Frankreich, von der deutschen Öffentlichkeit kaum reflektiert, kürzlich eine Laufzeitverlängerung um (zunächst) zehn Jahre beschlossen.

Nukleare Sektorkopplung über die Erzeugung von synthetischen Brennstoffen, den Wärmemarkt und insbesondere auch Meerwasserentsalzung kann das Klimaproblem zu heutigen Bereitstellungskosten lösen. Der Anteil der Kernenergie von derzeit ca. 11% an der weltweiten Strom- und damit von ca. 6% an der Primärenergieerzeugung sollte somit so schnell wie möglich gesteigert werden. Welche technischen Optionen hierfür zur Verfügung stehen, insbesondere auch in Bezug auf weiterentwickelte Kernreaktoren der Generation IV, wird im Vortrag vorgestellt.

Dr.-Ing. Ludger Mohrbach studierte Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Reaktortechnik an der Ruhr-Universität Bochum und wurde dort 1989 zur Thermohydraulik des Schnellen Brüters promoviert. Bis 2019 war er als persönlicher Referent der Geschäftsführung, Referent und Leiter der Abteilung „Kerntechnik“ beim internationalen Technischen Verband der Kraftwerksbetreiber VGB in Essen tätig.

Im Anschluss an den etwa einstündigen Vortrag wird es ausreichend Gelegenheit für weitere Diskussionen geben.

Interessierte KTG-Mitglieder sowie Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Hans-Georg Willschütz               Thomas Fröhmel
Sprecher KTG-Sektion NORD                    Stellv. Sprecher der KTG-Sektion NORD

PS: Wir bitten um eine namentliche Anmeldung der Teilnehmer bis zum 3. März 2020 an thomas.froehmel@preussenelektra.de

Hier finden Sie die Einladung zur Veranstaltung.


 
 

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