Die Kerntechnische Gesellschaft (KTG) fordert mehr Forschung in der Energietechnik

Berlin, 11.11.2008

31. KTG-Ehrenmitgliedschaft an Dr. iur. Gert Maichel verliehen

Anlässlich der diesjährigen Verleihung der KTG-Ehrenmitgliedschaft am 11. November in Berlin betonte Dr. Peter Fritz, Vorsitzender der Kerntechnischen Gesellschaft, dass gegenwärtig die „Fragezeichen, die man hinter die Atomausstiegsvereinbarung setzen muss, immer größer werden“.

In diesem Zusammenhang forderte Dr. Fritz die Forschungsanstrengungen in der Energietechnik auf der gesamten Breite deutlich zu verstärken. Dadurch und mit dem Neubau von Kraftwerken lassen sich die bereits jetzt sichtbaren Risiken für Deutschland vermeiden. Dr. Fritz verwies auf die Gefährdung der Versorgungssicherheit, wenn Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz gehen und gleichzeitig der Neubau von modernen Kohlekraftwerken verhindert werde, aber auch für die politisch ungelöste Frage der Endlagerung hochradioaktiver Abfälle. Er sagte: „Dass trotz Koalitionsvereinbarung diese Entscheidung weiter vertagt wird, ist ein Armutszeichen für die Regierungskoalition“.

Die KTG hat am 11. November 2008 die 31. Ehrenmitgliedschaft an Dr. Gert Maichel verliehen. Das ehemalige Mitglied des Vorstands der RWE AG und Vorstandsvorsitzende der RWE Power AG und jetziges Mitglied des Direktorenrats des größten russischen Kohleproduzenten SUEK war von Mai 2001 bis März 2004 Präsident des Deutschen Atomforums. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit erfolgte die Novellierung des Atomgesetzes, die den Atomausstieg festschrieb. Doch Dr. Maichel hat die friedliche Nutzung der Kernenergie nie aufgegeben und sich stets mit Entschlossenheit, Ausdauer und fachlichem Können dafür eingesetzt, dass sie auch in Deutschland eine Zukunft behält. Dabei hat er sich besondere Verdienste im Bereich der Kompetenzerhaltung erworben. In seiner Dankesrede forderte Dr. Maichel zu „mehr Ehrlichkeit in der Energiepolitik“ auf. Da die „Schweigespirale“ funktioniere, müssten die Fachleute mehr Mut aufbringen, die unbestreitbaren Fakten und Wirkungszusammenhänge in die öffentliche Debatte einzubringen. „Mit dem Bundeswirtschaftsminister können wir heute laut sagen, die Endlagerung ist technisch gelöst und muss jetzt politisch geklärt werden“.

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