Ehrenmitgliedschaft für Energiesystemanalytiker Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß

Berlin, 28.11.2012

Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß, Astrid Petersen, Vorsitzende der KTG. Photo: KTG 
Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß, Astrid Petersen, Vorsitzende der KTG. Photo: KTG

Die Kerntechnische Gesellschaft e.V. hat Prof. Dr.-Ing. Alfred Voß in Anerkennung seiner langjährigen außerordentlich engagierten Tätigkeit in der wissenschaftlichen Energie- und Energiesystemforschung die 34. Ehrenmitgliedschaft verliehen. „Professor Voß hat in seiner Forschung, seinem öffentlichen Wirken und nicht zuletzt auch in der Politikberatung die Kernenergie als integralen Bestandteil einer zuverlässigen und nachhaltigen Energieversorgung moderner Industriestaaten betrachtet und sich mit großer Beständigkeit und Unabhängigkeit für ihre langfristige Nutzung in Deutschland eingesetzt“, begründete Dr. Astrid Petersen, die Vorsitzende der KTG, die Ehrenmitgliedschaft.

Anlässlich der Verleihung am 28. November 2012 in Berlin gab Professor Voß in seinem Festvortrag „Energiewende – der Weg zu einer klimaverträglichen und nachhaltigen Energieversorgung?“ einen Überblick über die in Deutschland zum Einsatz kommenden Energieträger und die wirtschaftlichen und ökologischen Konsequenzen aus dem Atomausstieg. Dabei kam er zu dem Ergebnis, dass die heutige sogenannte Energiewende aus Sicht späterer Generationen zwar ein gravierender Einschnitt, aber wohl kaum ein Fortschritt sein dürfte.

Zum Werdegang von Professor Dr.-Ing. Alfred Voß:
Professor Voß war von 1991 bis 1994 Sachverständiger der Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre“ des 12. Deutschen Bundestages sowie von 2000 bis 2002 der Enquete-Kommission „Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung“ des 14. Deutschen Bundestages. Er ist Mitglied der European Academy of Sciences and Arts und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Nach Abschluss des Maschinenbaustudiums an der RWTH in Aachen 1970 hat er dort 1973 über das Thema „Ansätze zur Gesamtanalyse des Systems Mensch, Energie, Umwelt“ promoviert. Nach beruflichen Stationen am Institut für Reaktorentwicklung der Kernforschungsanlage Jülich (KFA), wo er zuerst Stellvertretender Leiter und später Leiter der Programmgruppe Systemforschung und Technologische Entwicklung (STE) war sowie einer Tätigkeit am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg, Österreich, erhielt er 1983 den Ruf als Professor an das Institut für Kernenergetik und Energiesysteme (IKE) der Universität Stuttgart. Seit 1990 ist er Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart.“

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