Karl-Wirtz-Preis an Andreas Havenith von der RWTH Aachen verliehen

Berlin, 14.05.2013

Astrid Petersen, Vorsitzende der KTG, und Preisträger Anreas Havenith. Photo: KTG 
Astrid Petersen, Vorsitzende der KTG, und Preisträger Anreas Havenith. Photo: KTG

Anlässlich der Jahrestagung Kerntechnik 2013 in Berlin hat die Kerntechnische Gesellschaft e. V. den Karl-Wirtz-Preis an Dipl.-Ing. Andreas Havenith vom Institut für Nuklearen Brennstoffkreislauf (INBK) der RWTH Aachen verliehen. Das Preisgericht aus Hochschul- und Industrievertretern erkannte ihm den Preis für seine Arbeit zum Thema „Stoffliche Charakterisierung radioaktiver Abfallprodukte mittels MEDINA – Multi-Element Detektion basierend auf instrumenteller Neutronen-Aktivierung“ zu.

Bei der Preisverleihung erklärte die Vorsitzende der KTG, Dr. rer. nat. Astrid Petersen: „Andreas Havenith hat mit seiner ausgezeichneten Arbeit über die wissenschaftliche Forschung hinaus deren Anwendung in einem hochaktuellen Umfeld der Kerntechnik, nämlich der Entsorgung, aufgezeigt“.

Andreas Havenith hat an der FH Aachen am Standort Jülich Maschinenbau mit der Fachrichtung Kerntechnik und Strahlenphysik studiert und war nach Abschluss seines Studiums bis 2010 im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) als Sachverständiger der PKS im Forschungszentrum Jülich tätig. Seit 2010 promoviert Andreas Havenith am INBK der RWTH Aachen über ein zerstörungsfreies Messverfahren mit anschließender analytischer Auswertung zur Identifizierung und Qualifizierung toxischer Elemente und Substanzen. Darüber hinaus ist er an verschiedenen Forschungsprojekten zur Übertragung kerntechnischer Messmethoden auf andere Industriebereiche wie z. B. Recycling von Elektroschrott oder Qualitätskontrolle in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt.

Im Jahr 2011 wurde Andreas Havenith Geschäftsführer des Aachen Institute for Nuclear Training. Hier hat er ein Seminarprogramm entwickelt, das eine altersgerechte Aufbereitung und Auseinandersetzung mit der Kerntechnik für Jugendliche zum Ziel hat, um sie vorurteilsfrei mit dem Thema vertraut zu machen.

Der Karl-Wirtz-Preis ist von der Kerntechnischen Gesellschaft e.V. gestiftet worden, um den Fortschritt von Wissenschaft und Technik in der Kerntechnik zu fördern. Er wird alle drei Jahre an junge Wissenschaftler/innen oder Ingenieure für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Kerntechnik oder verwandter Disziplinen verliehen. Er besteht aus einer Urkunde und einem Geldbetrag in Höhe von 3.000 Euro. Prof. Dr. Karl Wirtz (1910 – 1994) war Mitglied der Arbeitsgruppe von Prof. Heisenberg am damaligen Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin und maßgeblich an der Gründung des Kernforschungszentrums Karlsruhe beteiligt.

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