Kerntechnische Sicherheit aus Deutschland als Exportschlager

Berlin, 05.05.2015

Nach ihrer gestrigen Wiederwahl als Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft e.V. forderte Dr. Astrid Petersen ein politisches Umdenken in Deutschland in der Bewertung der friedlichen Nutzung der Kernenergie:

„Die Bemühungen, den deutschen Atomausstieg als Erfolgsmodell zu exportieren, sind offensichtlich gescheitert. In vielen Ländern auf der ganzen Welt wird die Kernenergie weiterhin als Grundlage für einen verlässlichen und klimafreundlichen Energiemix angesehen und konsequent ausgebaut. Wir haben dadurch heute die Chance, den Export unseres kerntechnischen Know-hows und unserer Erfahrung noch weiter auszubauen - zugunsten unser aller Sicherheit und des weltweiten Klimaschutzes!

Wir werden andere Nationen nicht davon abhalten, sich für Kernenergie zu entscheiden. Aber wir können sie einladen, sich von unseren bewährten Technologien und unserer Sicherheitsphilosophie zu überzeugen.

Gerade für aufstrebende Volkswirtschaften stellt die Kernenergie eine hochattraktive Alternative zu klimaschädlichen fossilen Energieträgern dar. Und auch der Weltklimarat kommt in seinen Szenarien zur Einhaltung der Klimaziele nicht ohne einen nennenswerten Beitrag der Kernenergie zum Klimaschutz aus. Dies wird in Deutschland heute völlig ausgeblendet.

Wir Kerntechniker übernehmen seit mehr als einem halben Jahrhundert Verantwortung. Und wir sind auch noch über viele weitere Jahre gefordert. Von der Forschung über die Erzeugung bis zur Entsorgung. Dabei ist Kerntechnik aus Deutschland weltweit gefragt. Dies bestätigt uns nicht zuletzt die wachsende Zahl internationaler Besucher an vielen unserer Standorte. Wir müssen daher unbedingt verhindern, dass die erfolgreichen Kompetenzstrukturen sowohl in unserer kerntechnischen Industrie als auch in den deutschen Forschungseinrichtungen aufgegeben werden.“

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